Die Kalbsfußbrühe wird in der Regel als säurebildendes Lebensmittel eingestuft, weil sie aus tierischem Eiweiß besteht. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie den Körper "übersäuert".
Bei der Verstoffwechselung von Eiweiß entstehen unter anderem:
Deshalb werden Fleisch, Fisch, Eier und auch Knochen- bzw. Kalbsfußbrühen in der Ernährungslehre meist den säurebildenden Lebensmitteln zugeordnet.
Die Kalbsfußbrühe enthält besonders viel:
Gerade Glycin wird von einigen Forschern sogar als Stoff angesehen, der den Stoffwechsel entlasten kann. Außerdem liefert die Brühe Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Calcium, die teilweise zur Säure-Basen-Regulation beitragen.
Im Vergleich zu:
ist eine Kalbsfußbrühe oft deutlich weniger säurebildend, da sie relativ wenig Fett und meist weniger Gesamteiweiß pro Portion enthält.
In der Hildegard-Ernährung wird die Kalbsfußbrühe traditionell nicht unter dem Gesichtspunkt "basisch oder sauer" betrachtet, sondern wegen ihrer stärkenden Wirkung auf:
empfohlen.
Wenn Sie die Kalbsfußbrühe regelmäßig trinken, genügt es normalerweise, gleichzeitig ausreichend basenreiche Lebensmittel zu essen:
Dann entsteht in der Praxis meist ein sehr ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis.
Für jemanden, der täglich 1–2 Esslöffel oder auch eine Schale Kalbsfußbrühe konsumiert, sehe ich aus ernährungsphysiologischer Sicht normalerweise kein Problem hinsichtlich einer "Übersäuerung". Die Eiweißmenge ist dafür meist zu gering, insbesondere wenn die restliche Ernährung gemüsebetont ist.
